MOBILITEIT / MOBILITE / MOBILITY / MOBILITÄT

2017 superdemocratie senaat photo m hka 6 47

Ensemble

Der Begriff „Mobilität“ wird auf technokratischer Ebene mit Straßenbau, LKW, Zügen und Flughäfen in Verbindung gebracht. Aber Mobilität ist auch ein existenzielles, menschliches und soziales Phänomen. Neben dem mechanisierten Ballett unserer Gesellschaft existieren ein von Kurzlebigkeit und Nomadentum geprägtes Lebensgefühl, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, sowie Blockaden und Vertreibung in einer Welt auf der Flucht.

In einem Informationsbericht hat der Senat Empfehlungen für einen besser integrierten öffentlichen Verkehr aufgestellt, u. a. mit einem einheitlichen Fahrschein für das Land und mehr intermodalem Transport.


Mit kurzen, nicht zusammenhängenden, aneinandergereihten Filmfragmenten zappt Ria Pacquée (°1954, lebt in Antwerpen) in ihren Videos zwischen Ost, West, Nord und Süd hin und her. So stellt sie verschiedene Impressionen menschlicher Aktivitäten gegenüber – vom Sandsturm in Marokko bis zur Wanderung einer alten Frau an der stürmischen belgischen Küste. Im Mittelpunkt steht immer wieder die Frage: Wie kann man das Unsichtbare sichtbar machen?

Das Skelett ist eine wiederkehrende Figur im Werk von Johan Muyle (°1956, lebt in Lüttich) und bezieht sich auf tragikomische Weise analog zur Volkskultur auf den Kreislauf von Leben und Tod. Mit dem Kopf des Künstlers ausstaffiert versuchen die motorisierten und mechanisierten Skelette verzweifelt, das Rennen um Leben und Tod zu gewinnen.

Die Werke von Johanna Kandl (°1954, lebt in Wien) verweisen auf die schwierigen Lebensbedingungen in Grenzgebieten. Die prosaische Realität der zeitgenössischen Nachrichtenmedien wird hier als traditionelle historische Malerei dargestellt. In diesem monumentalen Werk hinterfragt Kandl den für viele so schmerzlichen, schnellen Übergang des ehemaligen Ostblocks in den Kapitalismus: „Wer hat noch den Überblick?“

Items View all

Actors View all