ERCOLA 1968–2018

Campagnebeeld

Event

M HKA, Antwerp

15 September 2018 - 06 January 2019

ERCOLA (Experimental Research Center Of Liberal Arts) begann im November 1968 als eine Freundesinitiative, bestehend aus den Zeichnern Jean-Claude Block und Jean-Claude Buytaert, dem Fotografen Piet Verbist und dem Autor Dominique Donnet. In den frühen siebziger Jahren entwickelte sich ERCOLA in Antwerpen zu einer Anlaufstelle in dem weit verzweigten Netz von informellen multidisziplinären Künstlerinitiativen. Im Jahr 1971 wurde ERCOLA eine Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht, und die Ambitionen und Absichten der Vereinigung gehen deutlich aus der Satzung hervor: “Die Studie, die Förderung und die Zentralisierung der zeitgenössischen kreativen Kunst im Rahmen eines produktiven und informativen Zentrums durch Klang-, Licht-, Zeit- und Raumverteilung.

Dieses Streben fand auf eine stilistische und künstlerische Weise ihren Niederschlag in einer großen Vielfalt: das Spektrum umfasste sowohl bildende Kunst als auch Musik, Theater, Kostüm- und Bühnengestaltung, Architektur, Comics, Film, Performance und Fotografie, und alle diese Disziplinen werden auch in die Ausstellung aufgenommen. ERCOLA verbindet Künstler verschiedener Generationen und Hintergründe. Die Aufnahme von Künstlern basiert auf Zwischenmenschlichkeit, Wärme und sozialem Engagement, was sich in einer trotzigen und eigenwilligen Haltung gegenüber der Welt ausdrückte.

Ab dem Jahr 1972 mietet ERCOLA ein großes Gebäude in der Wolstraat 31. Ein Ort mit einer besonderen Stimmung, in dem sie noch heute untergebracht sind und der einem Dutzend Künstler, darunter Jean-Claude Block und Neuling Dennis Tyfus, ein Zuhause und ein Atelier bietet.

Die Ausstellung zeigt Werke von allen Mitgliedern von ERCOLA seit November 1968: Jean-Claude Block, Jean-Claude Buytaert, Dominic Donnet, Piet Verbist, Luk Carlens, George „Toet“ Smits, Werner „Griffo“ Goelen, Luc Deleu, Rémonde Panis, Frans Van Roosmaelen, Filip Francis, Hilde Frunt, Luc Monheim, Bernd Urban, Monique Nagielkopf, Suzy van Poeyer-Bailleux, Ferre Grignard, Will Dellaert, Ria Pacquée, Mike Zinzen, Patricia Beysens, Eva Pletinckx, Rudi Renson, Nicole Van Goethem, Ellen Verryt, Lucas De Pauw, Martine Van Nuffel, Wannes Van De Velde, Joop Mackenbach, Nancy Bailleux, Jessica-Lynn Lens, Els Proost, Jeron Suls, Bob Verhelst, G. Taub, Friede Kuterna aka Frieda Korda, Djuna Van Der Borgt, Corry Bellemans, Stanko Prce, Slavitsa Matjesevic, Marcel Decleer, Sanja Camilovic, Viviane Coubergs, Jean-Pierre Van Ophem, Dennis Tyfus, Suzanne Van Well, Vaast Colson, Peter Fengler, Mima Schwahn, Leo A. Lopez, Meriton Maloku, Soulmates, Real Free Press, Marcel van Maele, Ann Salens, Jean-Jacques Stiefenhofer, Wout Vercammen und Keiko Yoshida. In der Ausstellung wird zudem eine legendäre, von Paul Jambers realisierte Reportage aus dem Jahr 1975 über das Phänomen ERCOLA gezeigt.

ERCOLA hat ein umfangreiches Buch erstellt, herausgegeben von Lannoo, mit Reproduktionen von allen Mitgliedern. Jede Ausgabe enthält sechs Originalausgaben der Comic-Zeitschrift SPRUIT aus dem Jahr 1971. Dreißig Luxus-Ausgaben enthalten neben den sechs Ausgaben von SPRUIT zudem eine Original-Federzeichnung. 

Preis der Ausgabe + sechs SPRUIT-Ausgaben: € 55

Preis der Luxus-Ausgabe: € 300

Die Kunstpraxis von Haseeb Ahmed integriert Methoden der harten Wissenschaften in seiner Suche nach einer Techno-Poetik. Die Ausstellung im M HKA präsentiert sein laufendes Wind Egg-Experiment. Das Konzept von Wind Eggs (Windeier) geht von der Annahme aus, dass Tiere und Menschen durch den Wind befruchtet werden können – ein Glaube, der jahrhundertelang in alten ägyptischen, arabischen, indischen, europäischen und chinesischen Kulturen vorherrschte. Ahmed hat versucht, diese Idee mit der modernsten Windtunneltechnologie im Karman Institute for Fluid Dynamics in Belgien umzusetzen. Im Prozess der Personifizierung des Windes vermischt er Kunst und Luftfahrt, Mythos und Technologie, und spiegelt dabei das Vermögen des Menschen wider, empathische Gefühle auf nicht menschliche Sachen zu projizieren. Das Projekt führt von der Antike bis zur Astrobiologie, und die Ausstellung soll als ein Testgelände für die Darstellung der Möglichkeiten, die der Mensch hat, um sich ohne Männer, sondern mit dem Wind zu reproduzieren, dienen.

Ahmed machte einen Masters am MIT-Programm in Kunst, Kultur und Technologie und einen Bachelor of Fine Arts an der School of the Art Institute of Chicago. Er war zuvor an der Jan van Eyck Academie in Maastricht. Sein Werk wurde bereits auf internationalen Ausstellungen gezeigt, darunter im Museum of Contemporary Art Chicago, auf der internationalen Biennale zeitgenössischer Kunst in Göteborg und im Museum Barengasse Zürich.

Haseeb Ahmed lebt und arbeitet in Brüssel.

Die Ausstellung von Haseeb Ahmed wird von der Swiss National Science Foundation der Zurich University of the Arts, der Sint Lucas School of Arts Antwerpen und der Universität von Antwerpen gefördert.

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